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Leiden, Leben, Lachen
 

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Leiden - das Labyrinth Depression 1

Die Wege hinein sind meist zu leicht. Hinaus? Eine Lebensaufgabe.

Jedem der an dieser Krankheit leidet und auch für alle Angehörigen ist es eine große Belastung. Ich kann niemandem Erleichterung verschaffen aber eventuell eine kleine Orientierung durch den Irrgarten bieten.

Mein Weg führte mich recht bald nach dem Abitur und anschließendem Auszug für ein Studium an den Rand der Verzweiflung. Ohne vorgegebene Strukturen wie Schule, Haushalt und sogar Essen hatte ich keinen Boden mehr unter meinen Füßen.
Dieser Zustand dauerte beinahe 2 Jahre bis ich in der Lage war etwas für mich zu tun. Es folgte der Gang in die Ambulanz einer Klinik und ich kam zum ersten Mal in Kontakt mit Antidepressiva, jedoch war die Wirkung in Verbindung mit monatlichem Therapiekontakt nicht ausreichend und so kam mein Arzt zu dem Schluss, dass er mir in diesem Rahmen nich helfen kann und riet mir mich stationär in die Klinik einweisen zu lassen.
Ich hielt mich an seinen Rat und war dann 5 Monate vollstationär und 1 Monat teilstationär in Behandlung. Entlassen wurde ich instabil, sowie arbeits- und studierunfähig.
Die Depression an sich besserte sich kaum über den ganzen Aufenthalt hinweg und ich fragte mich lange ob ich es überhaupt schaffen kann. Was ich allerdings gelernt hatte war Selbstbeobachtung und anschließende Reflektion. Ich wurde zunehmend gelassener, bedachter und lernte Anzeichen und Symptome einzuordnen. So konnte ich reagieren und einschreiten was mir half langsam an Lebenswillen zu gewinnen.

Momentan, ca. ein halbes Jahr nach der Entlassung aus der Klinik, bin ich noch in einer Orientierungsphase und weiss noch nicht Recht wo mein Leben hin verlaufen soll.Aber eine Frage die mich früher lange beschäftigt hielt konnte ich mir beantworten.
Wofür der ganze Aufwand, will ich überhaupt Leben?
Nun kann ich endlich antworten: Ja, für mich.

Das sind jedoch nur ein paar kleine Stationen auf meinem Weg durch das Labyrinth. Ich kann viel über Irrwege berichten, sowie die Gründe die es überhaupt für mich formten und zur Realität werden ließen.Da es für mich ein großer Schritt ist überhaupt etwas über mich zu verfassen möchte ich mich jedoch erst mal darauf beschränken aus der Angst heraus wie Menschen über mich urteilen könnten.Ich hoffe dass es jemandem hilfreich sein könnte.

22.4.16 09:46

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